Das Höllengebirge, gelegen zwischen Attersee und Traunsee im oberösterreichischen Salzkammergut, ist lokal beliebt, sonst aber weniger bekannt.

Für jene, die in der Gegend einigermassen zu Hause sind, gehört die Überschreitung des Höllengebirges dennoch zu den Klassikern.

Beliebte Klettereien im Höllengebirge

Viel begangen werden die ersten Gipfel nahe der Seen.

Einerseits die Wanderungen (und Klettermöglichkeiten) von Weissenbach am Attersee hinauf zu Schoberstein, Mahdlgupf, Dachsteinblick und Brennerin.

Andererseits die Wanderung hinauf zum Feuerkogel – oder die Fahrt mit der Feuerkogelseilbahn hinauf und die Wanderungen oben, am Feuerkogel-Hochplateau oder zur Rieder Hütte und zum Grossen Höllkogel.

Zwischen diesen Gipfeln (und Hütten) herrscht allerdings meist Ruhe und wenig Andrang.

Blick auf den Attersee
Blick auf den Attersee

Die Strecke

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Die Route lässt sich auch auf Movescount finden (wo auch das Höhenprofil angezeigt wird und ich Waypoints der wichtigeren Orte auf der Strecke angelegt habe).

Tour-Möglichkeiten: FKT oder Hüttentour

Gegangen wird die Höllengebirge-Überschreitung meist als zweitägige Tour mit einer Übernachtung auf einer der Hütten.

Sie lässt sich allerdings leicht, wenn man es locker angehen möchte, auf drei Tage, zwei Übernachtungen verlängern.

Oder man geht umgekehrt auf Tempo. Für einen trainierten und erfahrenen Trailläufer sollte es kein Problem sein, binnen eines Tages über die gesamte kleine Bergkette – in Luftlinie erstreckt sich das Höllengebirge über 17 km, am Wanderweg sind es rund 30 km – zu kommen.

Ein FKT – fastest known time – wäre es eigentlich wert, hier versucht zu werden.

Schwierigkeiten

Bei der Rede von Tempo gehört allerdings erst recht darauf hingewiesen, dass der Weg zwar keine besonderen Herausforderungen zu bieten hat, aber nicht unterschätzt werden darf.

Es geht durchaus anstrengend genug bergauf und -ab, und der Fels dieser Karstlandschaft ist nicht zu unterschätzen. Er ist mal scharfkantig und am besten nur per Sprung von da nach dort zu überwinden, ein andermal wieder feinkörniger-rollend oder poliert-rutschig…

Blick von oben auf den Weg
Blick von oben auf den Weg

Nicht vergessen sollte man auch, dass dieser Karst unterirdisch entwässert wird. Auf der ganzen Tour gibt es gerade einmal zwei Quellen (abgesehen von den Hütten 😉 ), und diese sind oft ausgetrocknet.

Ausblicke

Im Höllengebirge geht es immer wieder über die Latschen hinaus, oft auch mit weiten Ausblicken von seinen Flanken zum Attersee, den Langbathseen und dem Traunsee.

Sehr oft aber ist man auch umgeben von Latschen, eingebettet in die Bergflanken rundum. Im Sommer kann sich Hitze hier recht gut stauen; zu so ziemlich allen anderen Jahreszeiten ist von dieser Tour eher abzuraten (ausser vielleicht man hat gute Skitourenausrüstung – und dann gibt es wahrscheinlich oft einige Lawinengefahr).

Dennoch, die Tour bietet wunderbare Blicke.

Dachsteinblick