Eine der grossen Fragen rund um die modernen Sportuhren ist jene nach ihrer Batterie-Laufzeit: Wie lange kann ich unterwegs sein und meine Aktivitäten aufnehmen?

Einige Daten dazu kommen in diesem Eintrag; ein Extrembeispiel hatte ich gerade in meinem Eintrag über die Spartan-Modelle gegen die Ambit3 Peak beim 24 Stunden Burgenland Extrem liefern können.

Hier soll es mehr um die alltägliche Verwendung gehen und darum, wie lange die Suunto Spartan WHR Baro, verglichen mit der Suunto Spartan Ultra, Suunto Traverse und TomTom Adventurer durchhält, wenn man sie als Alltagsuhr (mit 24/7 HR-Tracking, Schrittzählung und Schlafanalyse) nutzt und während dieser Zeit nur ein wenig zum Training kommt.

Die meisten dieser Daten wurden noch auf Firmware 1.11 gesammelt, einige aber auch (wenn mich nicht alles täuscht) schon mit 1.12. Neuere Firmware sollte die Batterielaufzeit ohnehin nur verbessern, wenn die Programmierer wissen, was sie tun – aber man sollte das nicht unbedingt einfach voraussetzen :-p

Suunto Spartan Sport WHR Baro

Zuerst einmal, die Baro für sich selbst, für einen Eintrag davon:

Die Uhr hielt also hier für fünf Tage durch, bis ich sie wieder auflud. Während dieser Zeit ging ihre Batterie von 100% auf 19% zurück (laut ihrer eigenen Anzeige und Suuntolink). Sechs Tage wären sich also auch gut ausgegangen, selbst mit allem alltäglichen Tracking aktiv.

Und, falls der raschere Rückgang von 11/15 auffällt: Dort war auch noch ein kleiner Lauf von 1:10 Stunde dabei. Ebenso nach der Neuaufladung auf 100% an 11/18 (55 Minuten Laufen) und 11/20 (40 Minuten Laufen) – und die Uhr hätte auch in diesem Zeitraum gut 5-6 Tage durchgehalten.

Suunto Spartan Sport WHR Baro gegen Suunto Traverse

Für etwas ein wenig anderes habe ich die neue Sport WHR Baro auch mit der etwas älteren Suunto Traverse verglichen.

Klar genug läuft die Traverse mit einer Batterieladung wesentlich länger, hat sie sich doch über die fünf Tage meiner Messung gerade einmal auf 59% Batterie reduziert. Die Spartan WHR Baro ging in diesen fünf Tagen auf gerade 14% Batterie zurück.

Das war allerdings auch nicht nur alltägliche Nutzung; während dieser Tage wurden (auf beiden Uhren) die oben erwähnten Läufe (am 11/18 und 11/20 sowie noch einmal für 46 Minuten an 11/22) aufgenommen. Die Traverse war dabei mit einem Pulsgurt verbunden, die WHR Baro nahm Herzfrequenz über den oHR-Sensor auf…

Etwas Äpfel-mit-Orangen ist dieser Vergleich aber doch. Die zwei Geräte unterscheiden sich schliesslich etwas mehr, als man vielleicht annehmen würde. Sie sehen sich ähnlich aus, was Grösse und Design angeht, aber die Spartan Baro hat Wrist Heart Rate und Farb-Touch-Display, die Traverse hingegen nur ein monochromes Display. Sie kann auch nur Schritte zählen, was alltägliche Messung angeht. Diese Faktoren alleine machen wohl schon einen grossen Unterschied aus.

Suunto Spartan Sport WHR Baro gegen Spartan Ultra

Mit der Spartan Ultra zu vergleichen scheint schon fast etwas unfair.

Sie war als Top-Modell herausgekommen; ihr wesentlicher Vorteil ist immer noch die wesentlich grössere Batterie – und sie hätte keinen oHR-Sensor, der für 24/7-Tracking weitere Energie bräuchte.

Eine wesentlich längere Laufzeit ist also zu erwarten.

Das Result ist ein ziemlich gutes – und, denkt man genauer darüber nach, nicht schlecht für die Baro, geschweige denn die Ultra:

Alles ist so, wie man es für zwei Modelle erwarten würde, von denen das eine (die Spartan Ultra) eine doppelt so grosse Batterie hat wie das andere (die Spartan WHR Baro); die Ultra etwa ging auf gerade über 75% zurück, wo die Baro etwas unter 50% fiel. Also etwa 50% Batterienutzung auf der Baro bei 25% auf der Ultra. Passt.

Genau genommen hat eben die Ultra etwas weniger, die Baro etwas mehr, Energie gebraucht… was auch passt, wenn man bedenkt, dass die Baro den oHR-Sensor und das 24/7-Tracking laufen hatte, während die Ultra “nur” beim Training das HR-Signal vom Pulsgurt empfängt, sonst nur Schritte und Schlaf trackt.

So oder so zeigt es, dass die Ultra ein Biest ist, wenn es um die Batterie-Laufzeit geht – wie man eben auch bei der kürzlichen Aufnahme über Stunde um Stunde sehen konnte.

Warum hier an manchen Stellen ein schnellerer Abfall zu sehen ist, das war übrigens wegen 1:08 am Fahrrad und 37 Minuten Laufen an 11/26, dann 5 Stunden Trailrunning 11/28 (deswegen auch hatte ich die Uhren an diesem Tag zuerst einmal auf 100% aufgeladen; danach waren sie dann bei etwas über 50 bzw. rund 25% Ladung).

Die Trends sind wieder so, dass die Baro für 5-6 Tage laufen kann, wenn sie in voller Alltagsnutzung verwendet wird (mit 24/7 Tracking, inklusive HR). Die Spartan Ultra würde leicht doppelt so lange, 10-12 Tage, durchhalten.

Suunto Spartan Sport WHR Baro gegen TomTom Adventurer

Für einen etwas anderen, nicht-Suunto, Vergleich habe ich mir auch die Spartan Sport WHR Baro Batterielaufzeit (und andere Daten…) und jene von einer TomTom Adventurer GPS-Uhr angesehen.

Diese zwei Uhren sind sich in der Batterielaufzeit ziemlich ähnlich – was ziemlich interessant ist.

Das simple Fazit in Sachen Laufzeit: Beide Uhren liefen für knapp eine Woche (6 Tage) bevor sie wieder aufgeladen werden mussten; die TomTom hatte das dann etwas nötiger als die Suunto.

Sieht man sich die beiden Uhren an, dann muss man annehmen, dass die TomTom Adventurer eine wesentlich kleinere Batterie haben muss als die Spartan; sie hat aber auch nur ein monochromes Display, das wesentlich weniger Batterie brauchen sollte.

Tägliches Tracking von Herzfrequenz, Schritten und Schlaf lief auf beiden dieser Uhren; die TomTom nutzt einen simpler aussehenden optischen Herzfrequenzsensor, der vielleicht weniger Batterie braucht – aber Daten dazu werden erst in einem anderen Eintrag das Thema sein…