Neue Suunto 7 und Suunto 9 Baro Titanium Modelle – und Software-Update 2.4.12

Während eingefleischte Suunto-Fans auf komplett neue Uhren warten*, wird die finnische Uhrenmarke mit neuen Varianten der Suunto 7 WearOS Sport-Smartwatch und der Suunto 9 Baro Outdoor-/Sportuhr etwas luxuriöser und minimalistischer.

Die Neue Suunto 9 Baro Titanium

Die neue Suunto 9 Baro Titanium ist nach US-Militärstandard MIL-STD-810, einem Standard für die Widerstandsfähigkeit von Produkten, der zu einem sehr beliebten Mass (und Marketing-Bestandteil) geworden ist, getestet.

Mit einer Lünette aus Grade-5 Titan und textilem Band wird diese Version der Suunto 9 Baro das leichteste Modell in dieser Serie sein.

Bei der Suunto 9 Baro Titanium sind die zwei Farbvarianten “Charcoal Black” (Kohlschwarz) und “Granite Blue” (Granitblau).

Suunto 9 Baro Charcoal Black Titanium
Suunto 9 Baro Granite Blue Titanium

Suunto 9 Textilband

Das textile Band sieht nach einem der Nylon-Bänder, wie sie in letzter Zeit sehr beliebt geworden sind, aus. Diese Bänder sind ziemlich angenehm zu tragen, dabei aber auch widerstandsfähig gegen Abnutzung, Sonne und Wasser.

Die seltsame Wiederkehr von Titan

Interessanterweise gibt es eigentlich schon eine Titan-Variante der Suunto 9 Baro, sogar schon länger. Diese hatte aber noch nicht den neuen Look oder das Textilband.

So gesehen bieten die neuen Titan-Varianten nur kleine kosmetische Änderungen und damit ein wenig mehr Auswahl.

Das sind sicherlich nicht die grossen Neuigkeiten, aber es gibt auch neue Funktionen in der Software (siehe unten). Und das zeigt auch, dass Suunto sich offenbar mehr potentiellen Kunden anbieten möchte, die ihre Uhren sowohl nach Funktionen als auch nach Aussehen und Material kaufen.

(Das mag nicht das Kundensegment sein, das nach Updates über neue Uhren sucht oder Diskussionen von GPS-Genauigkeit und den Feinheiten der Navigation schätzt – aber unterschätzen sollte man es auch nicht!)

Die neue Suunto 7 Titanium

Die Suunto 7 Titanium kommt ebenso mit minimalistisch designter Titan-Lünette und einem Textilband, diesmal allerdings einem Mikrofaser-Band (wie jenem, mit dem die Suunto 7 Graphite Sonderedition herausgekommen war).

Dieses Mikrofaser-Band ist noch angenehmer zu tragen, als (Nylon-)Textilbänder, aber nimmt auch etwas mehr Wasser auf und braucht dementsprechend länger, um wieder zu trocknen, als Textilbänder (geschweige denn Silikonbänder, die man einfach nur trockenwischen muss).

Die Suunto 7 Titanium wird es in mattschwarzem oder “steingrauem” Titan geben.

Suunto 7 Matte Black Titanium (am “Ressourcen”-Display)
Suunto 7 Stone Grey Titanium

Auch hier wieder ist interessant, dass Suunto neue Varianten der Suunto 7 auf den Markt bringt. Wieder sind es nur kosmetische Upgrades/Ergänzungen, aber anscheinend verkauft sich diese Smartwatch von Suunto.

Oder schlechtestenfalls haben sie wohl noch nicht die Hoffung auf einen Erfolg dieses WearOS-Modells aufgegeben – was in Anbetracht der neuen Funktionen, die diese Uhr bald bekommen wird (siehe unten) auch nicht sein sollte!

Neue Uhrbänder

Drei neue, farblich abgestimmte, Silikonbänder werden auch auf den Markt kommen.

(Höchstwahrscheinlich werden auch diese Textilbänder, wie zuvor schon die Mikrofaser-Bänder, separat erhältlich sein.)

Der Look der Titanium-Modelle

Das Design ist eine interessante Abkehr von den vorhergehenden.

Die älteren Lünetten sehen cool und ziemlich nach Outdoor aus, mit ihren geneigten Rändern und den hervorstehenden Kanten an den 12, 3, 6 und 9-Uhr-Positionen. Sie schützen vielleicht auch das Glas etwas besser, aber sie haben sich auch durch so manches Ärmelbündchen von Wollgewand durchgearbeitet.

Die neue “minimalistische Geometrie” bedeutet eine flache, glatte, einfach nur runde Lünette ohne Kanten. Sie wirkt kaum mehr wie eine Suunto – aber in ihrem Minimalismus und ihrer klaren Designsprache ist sie auch wieder sehr interessant und passt in das Portfolio insgesamt – nicht zuletzt zu Bekleidung von Veilance – sehr gut.

Software Updates

Die grössten Neuigkeiten sind gar nicht diese neuen Premium-Varianten der Uhren, es sind die Software-Updates.

Suunto 9 (Baro) Update

Das Software-Update 2.4.12 für die Suunto 9, das ab 30. März in Phasen ausgespielt wird, bringt:

  • Den neuen “Tour”-Batteriemodus mit bis zu 7 Tagen kontinuierlichem GPS-Tracking
  • Navigation mit Richtungshinweisen per Komoot
  • Erstellung von und Navigation zu Points of Interest per Suunto App und Uhr
  • Suunto Plus “Red Bull X-Alps” zum Tracken der vertikalen Geschwindigkeit; im Wesentlichen gemacht für Paraglider (und nur auf der Suunto 9 Baro verfügbar).

Suunto 5 Update

Update 2.4.12 gibt es auch für die Suunto 5; hier bringt es:

  • Navigation mit ‘Abbiegehinweisen’ per komoot.
  • Erstellung von und Navigation zu Points of interest.

Suunto 3 Update

Auch die Suunto 3 bekommt mit ihrem Update 2.4.12 Leistungsverbesserungen und Bug Fixes.

Die Suunto 7 bekommt Schlaftracking – und Körper-Ressourcen, Alltags-HR, Komoot-Navigation!

Das wahrscheinlich aufregendste Update das jetzt angekündigt wurde, allerdings erst ab 19. April 2021 ausgerollt wird, ist jenes für die Suunto 7.

Das Update bringt der Smartwatch:

  • Schlafaufzeichnung
  • Körperressourcen
  • Alltags-Herzfrequenz
  • Navigation mit ‘Abbiegehinweisen’ per Komoot

Und an Verbesserungen:

  • Wenn man Routennavigation nützt, werden im Landkarten-Display Informationen betreffend des nächsten Waypoints angezeigt.

Mehr über dieses Update kommt in Kürze! Das schon vorweg: Es verbessert die Funktionalität der Suunto 7, was Fitness-Tracking angeht, um einiges!

Hier wären wir also fürs erste.

*Es gab einen Leak – oder eigentlich, eine Einreichung bei der FCC – für eine neue Suunto 9 Peak. Die wird offenbar nicht nur ein neues Design bringen, sondern auch ein neues Innenleben haben. Darüber gibt es allerdings, natürlich, noch keine guten Informationen; man kann allerdings (wenn alles so wie üblich mit/nach FCC-Einreichungen läuft) irgendwann im Sommer damit rechnen.

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1 Kommentar

  1. Hallo Gerald,

    schöne Zusammenfassung der Neuigkeiten bei Suunto. Ich nutze mal die Gelegenheit meine Gedanken dazu mitzuteilen.

    Zum einen finde ich die Updates der Software, speziell für die Suunto 7 klasse. Es ist aber auch beeindruckend was Suunto der Suunto 9 die letzten 2 Jahre an Funktionen spendiert hat. Die Uhr kann heute deutlich mehr als das, was sie bei ihrer Erscheinung konnte. Von dem her ein großes Lob an Suunto wie sie kontinuierlich an den Produkten arbeiten.

    Bei den neuen Uhren kann ich den Ansatz ein bisschen verstehen. Garmin brachte die Enduro und Suunto wird sich gesagt haben, unter 60 Gramm können wir auch. Aber mir gefällt das alte Design da besser. Bei der Suunto 7 gefällt mir das Steingrau, da passt auch die Lünette für mich, da die Uhr ja auch flacher ist aber bei einer 9er darf es ruhig weiter nach “Panzer” aussehen 🙂

    Auf die neue Suunto 9 Peak bin ich gespannt. Die Sperre für die Veröffentlichung bei der FCC endet am 5. Juni wenn ich es richtig gesehen habe. In der Woche dürfte die Uhr kommen.
    Ich hoffe auf eine weiterhin “dicke” Lünette. Wenn ich wünsche äußern darf wären es eine bessere Batterie die Länger hält und schneller lädt. Eine Ladezeit von knapp 3 Stunden finde ich heute nicht mehr zeitgemäß. Das Display dürfte etwas mehr Kontrast bekommen, das können Polar und Garmin inzwischen besser. Für Schwimmer kann man noch an der Genauigkeit arbeiten, wenn ich 1000m in einem 25m Becken schwimme verzählt sie sich immer um 2-3 Bahnen und ich würde mir wünschen das man nach dem Sport etwas ähnliches wie bei Polar bekommt die einem Punkte für den Trainingseffekt angeben, damit man sehen kann ob man sich körperlich verbessert. Der VO2max hilft da meiner Meinung nicht, da ich glaube das er nur beim Joggen funktioniert. Wenn ich aber 50 Kilometer im Schwarwald unterwegs bin “renne” ich nicht sondern laufe mit ca. 5km/h, was bei mir dann immer so ein Vo2max von 32 ergibt 🙁

    Ich mag meine beiden Suuntos sehr (7 und 9), hab mich auch dran gewöhnt die Suunto 7 bei langen Touren durch den Schwarzwald oder im Allgäu während der Vesperpause schnell an eine Powerbank zu klemmen. Während einem Käsebrot und einem Kaffee bekommt man gleich wieder 15% Akku dazu 🙂

    Das einzige was absolut nicht geht, trotz aller Versuche, ist Nordic Walking mit der Suunto 7. Sobald ich Stöcke benutze stimmt der Puls am Handgelenk nicht mehr, es zeigt immer 20-30 Schläge zuviel an. Schade das es nicht möglich zu sein scheint das es 7 mit einem Pulsgurt gekopelt wird.

    Viele Grüße
    Wolfgang

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