Wenn ich dieser Tage einen Marathon laufe, dann nutze ich den auch gleich zum GPS-Testen… und zum WACHAUmarathon ging es mit vollen Armen an (Suunto-) Gerätschaften: Suunto 9 Baro,Suunto Spartan Ultra, Suunto Ambit 3 Peak, Suunto GPS TrackPOD und Suunto 3 Fitness.

Hier also gleich, was die so für Aufzeichnungen geschafft haben (was das GPS angeht).

Es war alles ziemlich interessant:

Ambit 3 Peak

Wie gewohnt hat die Ambit 3 Peak einen sehr soliden GPS-Track aufgezeichnet. Selbst sie hat manchmal kleine Umwege gemacht, wenn man allerdings genau hinsieht.

Schlussendlich war die von der Ambit 3 Peak aufgezeichnete Distanz 42.37 km.

(In der Landkarte und im Video ist dieser Track in orange; die Uhr war am linken Arm, etwas weiter oben als die Suunto 9 Baro.)

Lauf-Schleife bei Dürnstein
Bei dieser Schlaufe bei Dürnstein sieht man schön, dass Ambit und S9 (und GPS Track POD) gut aufgezeichnet haben; Spartan Ultra und Suunto 3 Fitness hatten Probleme

Suunto 9

An meinem linken Handgelenk war die Suunto 9, am üblichen Ort für eine Uhr. Sie zeigt etwas von dem Schlingern, das sie schon von Anfang an zeigte. Sony hat da noch etwas nachzuarbeiten, was deren GPS-Chip angeht.

Alles in allem aber ist der Track ziemlich gut und jenem der Ambit 3 Peak ähnlich. Die Gesamtdistanz kam hier auf 42.68 km, auch nur 300 Meter länger als von der Ambit 3 Peak aufgezeichnet.

(Der Track von der Suunto 9 ist in grün eingezeichnet.)

Suunto Spartan Ultra

Die Spartan Ultra hatte einen fürchterlichen Tag.

Sie war auf meinem rechten Arm, ein wenig nach oben (um für die Suunto 3 Fitness am rechten Handgelenk Platz zu lassen) – und sie macht ziemliche Ausreisser im Track.

Wäre es nur der übliche Offset davon, dass die Uhr am anderen Handgelenk war, als die anderen, wäre das kein Thema.

Beispiel für einen Sprung zur Seite im GPS-Track von der Spartan Ultra
Beispiel für einen Sprung zur Seite im GPS-Track von der Spartan Ultra

Aber man sieht eindeutige Fehler, wo der Track plötzlich zur Seite springt… und auch die Gesamtdistanz zeigt eine Verlängerung (auch wenn sie nicht schrecklich ist), hat die Spartan Ultra doch insgesamt 43.08 km gemessen.

(Der Track der SSU ist übrigens in Karte und Video in Blau…)

Suunto 3 Fitness

Die Suunto 3 Fitness hat den GPS-Track natürlich per “connected GPS” von meinem Smartphone (einem Sony Xperia X Performance das in einer der Schultertaschen meiner Laufweste war).

Üblicherweise ist ein solches Smartphone-GPS ziemlich gut – und schrecklich war es auch nicht. Auch hier allerdings sieht man gewisse Ausreisser bzw. Schlenker.

Schlimm wie bei der Spartan Ultra waren diese nicht, aber vorgekommen sind ebensolche. Was ich als einen guten Hinweis darauf, dass alle GPS-Technologie imperfekt ist, nehme…

(Der Track hiervon ist in violett eingezeichnet.) Die aufgezeichnete Distanz war 42.74 km.

GPS TrackPOD

Der TrackPOD ist recht interessant, hat er doch im wesentlichen die Ambit-GPS-Technologie in einem POD-Format, dass man an seinen Schultergurt hängt. Damit sollte der Blick zum Himmel hier am wenigsten gestört sein… aber wie alles GPS findet man auch hier gewisse Probleme.

Grossteils ist der vom TrackPOD aufgezeichnete Streckenverlauf ziemlich sauber und ziemlich ähnlich jenen von Ambit 3 Peak und Suunto 9. Den Eingang zu dem Tunnel, durch den wir laufen mussten, hat der GPS TrackPOD allerdings eindeutig nicht gemocht; er ist das eine Gerät, das hier eindeutige Störung zeigt.

GPS-Tracks beim Lauf durch den Tunnel in Dürnstein
GPS-Tracks beim Lauf durch den Tunnel in Dürnstein (wo der GPS TrackPOD am Eingang, im Nordwesten, Probleme hatte)

Durch seine Position an meiner Schulter habe ich prompt darauf vergessen, den TrackPOD nach der Ziellinie auszuschalten und ihn erst nach dem Zielbereich wieder bemerkt.

Damit war dieses Gerät ganze 20 Minuten länger eingeschaltet und hat auch den Weg durch die “Labestation” nach dem Ziel mit aufgezeichnet… und dennoch insgesamt nur 42.69 km.

Man könnte jetzt meinen, dass der TrackPOD wohl am nächsten an der Marathondistanz war (bzw. gewesen wäre), aber wahrscheinlich hat er die Distanz ein wenig zu kurz gemessen.

Strasse und Wein beim WACHAUmarathon
WACHAUmarathon: Wein und Wege

Fazit

Wohl am interessantesten ist hier, dass die Spartan Ultra so einen schlechten Tag hatte, während die Suunto 9 sehr gut funktioniert hat.

Um einen Eindruck vom Streckenverlauf zu haben, hätte man jedes der Geräte verwenden können.

Für einen solchen Strassenlauf wäre die von der Spartan Ultra aufgezeichnete Strecke allerdings enttäuschend gewesen; ich hatte von ihr allerdings auch schon wesentlich bessere Aufzeichnungen (von mehreren Marathons, seit sie auf den Markt gekommen ist) und würde das schlechte Resultat hier also nicht für ein generelles Problem halten (ganz sicher nicht ohne mehr Daten).

Schön war das gute Resultat von der Suunto 9, an deren (sehr neuem) GPS-Chipset schliesslich immer noch gearbeitet wird.

Mehr zum Erlebnis WACHAUmarathon übrigens auf www.zhangschmidt.com