Die Batterie-Laufzeit ist ein bekanntes Problem von WearOS-Geräten, aber mit nur ein paar Kniffen und einer Gewohnheit läuft die Suunto 7 für mich grossartig, ohne Sorgen um die Ladung.

Für den Alltag

Im Alltagsgebrauch nutze ich ein ‘Ziffernblatt’ von Suunto. Diese sind schon einmal dafür gemacht, die Batterie zu schonen.

Keine Gesten

Zudem, und womöglich am wichtigsten, habe ich die Funktion, mit der das Display sich automatisch aktiviert, wenn man das Handgelenk zu sich dreht, ausgeschaltet.

Der “Power-save tilt” würde schon sehr viel weniger Batterie verbrauchen als ein ständig (per Geste) aktives Display, aber selbst das nutze ich meistens lieber nicht.

(Ein schneller Check hat ausserdem gezeigt, dass ich selbst mit Power-save tilt so viel gestikuliere(?), dass ich 1.5-mal so viel Batterie verbrauche wie ohne.)

Ich verwende nur die Displayaktivierung per Finger- oder Knopfdruck.

Das bedeutet, dass die Uhr das Display nicht aktiviert, bloss weil ich meine Arme beim Reden (und so weiter) bewege.

Ein WearOS-Gerät, keine Uhr

Es wird damit notwendig, mit der Uhr mehr zu interagieren, um sie zu nützen; es reicht nicht mehr, sie nur am Handgelenk zu sich zu drehen, um ihre Anzeige zu sehen.

(Wobei, das stimmt nicht ganz. Die Anzeige per Automatik funktioniert nämlich immer noch, wenn man gerade eine Benachrichtigung bekommen hat. Nur zu allen anderen Zeiten bedarf es einer Berührung.)

Das bedeutet ein gewisses Umlernen, aber es spart viel an Batterie – und mit einem WearOS-Gerät anders umzugehen, als mit einer Uhr, ist meiner Meinung nach eine gute Angewohnheit.

Einstellungen für den Schlaf

Für die Schlafaufzeichnung, um Batterie und Nerven zu schonen, betrachte ich die Erinnerung an die baldige Bettzeit als eine Erinnerung, Flugmodus, Nicht Stören-Modus und Theatermodus zu aktivieren.

  • Durch den Flugmodus schaltet die Suunto 7 ihre Wireless-Module ab (und versucht also nicht, Apps zu aktualisieren oder ähnliches).
  • Durch Nicht-Stören-Modus stellt die Suunto 7 Benachrichtigungen auf stumm (die ohne Wireless-Verbindungen ohnehin nur noch von der Uhr selbst kommen könnten; Wecker-Alarme dringen immer noch durch, wie sie das natürlich auch müssen).
  • Theatermodus schaltet das Display aus, ausser man drückt einen Knopf, um es zu aktivieren.

Das spart neben Batterie auch Nerven, weil das Display der Suunto 7 extra-hell ist, besonders im Dunkel der Nacht. Man möchte nicht, dass es sich ungewollt aktiviert, das ganze Zimmer erleuchtet und einen aufweckt.

(Genau genommen wäre es übrigens nicht notwendig, den Nicht Stören-Modus zu aktivieren, wenn man den Theatermodus einschaltet – aber ich drücke gerne diese ganze Reihe an ‘Knöpfen’ im Menü.)

Batterie’verbrauch’

… im Schlaf

Mit diesen Einstellungen verbraucht das Schlaf-Tracking typischerweise um die 10% Batterie.

… und durch den Tag

Während des Tages ist der ‘Verbrauch’ durchschnittlich 40%, so wie ich die Suunto 7 nutze: Mit ziemlich vielen Benachrichtigungen, die ich auf der Suunto 7 zumindest ansehe.

Am Ende des Tages sind damit noch immer 60% Ladung vorhanden.
(Mit Power-Save Tilt waren es gleich nur noch 40%!)

Mit 1:30 bis 2 Stunden Training ist die Batterieladung der Suunto 7 am Ende des Tages immer noch 52% – 44%.

‘Ladezeiten’

Zwischen Ladung am Morgen und manchmal nach dem Sport, während der Zeit, die ich unter der Dusche verbringe – so eben meine Angewohnheit, mit ihr umzugehen – hat die Suunto 7 immer genug Batterie.

Selbst wenn ich auf das Laden nach dem Training verzichtet habe, hatte die (neue) Suunto 7 am nächsten Morgen immer noch 40% Batterie.

(Auf der seit September 2019 genutzten Suunto 7 waren es nur 8% am nächsten Morgen, nachdem sie in der Nacht bei 40% gewesen war – aber das war noch immer genug, um den Schlaf aufgezeichnet zu haben.)

Zu Daten / Statistik zum Batterieverbrauch gibt es einen eigenen Eintrag, hier.

Nutzen und Nutzungen

Zugegeben, ich nutze nicht viel mehr als Benachrichtigungen – wenn auch mit genug Interaktion damit.

Ich streame keine Musik von meiner Suunto 7 oder nutze ähnlich batteriefordernde Funktionen.

Nichtsdestotrotz geniesse ich ihre Nutzung – und für meine Nutzung hält die Batterie wunderbar.

Die Nutzung von Technologie ist definitiv eben nicht nur eine Frage dieser technologischen Geräte und ihrer Im-/Perfektionen.

Sie ist auch eine Frage unserer Techniken ihrer Nutzung auf für uns bestmögliche Art, innerhalb der Grenzen der Technologie und mit Gewohnheiten, die für uns gut sind.

Dazu habe ich auch ein paar Gedanken aufgeschrieben, was die Suunto 7 als Werkzeug für Mikroexploration und die Angewohnheiten, die GPS-Uhren einem antrainieren können angeht.